Das Taubenlied

  • fünf Lieder über einen alten Volksliedtext, für Kinderchor, Dreigesang, Mezzosopran (klassisch), Mezzosopran (populär) und Ensemble
  • Dauer: ca. 17:00
  • Entstehung: 2026 im Auftrag des Festivals „Alles Lied.“, komponiert gemeinsam mit Michael A. Leitner
  • Uraufführung: „Alles Lied.“-Kinderchor unter Albert Frey, Trio 3SPITZ, Katia Ledoux, Marion Feichter, Christopher Flaskamp, Daniel Hofstätter, Daniel Moser, Saal des Kulturforum Breitenwang (AT), 28., 30. und 31. Mai 2026, Festival „Alles Lied.“
  • Weitere Informationen: Festival „Alles Lied.“

 

Form und Besetzung:

  1. In der Früh um halbe Achte – für Männerdreigesang und Kontragitarre
  2. Alles was in Lüften schwebet – für Kinderchor und Klavier
  3. Kommt es um die zwölfte Stunde – für Mezzosopran (klassisch) und Klavier
  4. Abends spät kommen sie wieder – für Mezzosopran (populär), Synthesizer und Bassklarinette
  5. O wie geschmeckt die Taub so gut – Tutti

 

Zum Werk

Das Festival „Alles Lied.“ in Breitenwang, Tirol hat sich dem Lied in all seinen Facetten verschrieben und präsentiert jährlich ein genreübergreifendes Programm bestehend aus Kunstlied, Volkslied, Singer-Songwriting und Kinderlied. Im Jahr 2026 erging der Auftrag, ein neues Werk für jede dieser Besetzungen, sowie ein Finale mit allen Beteiligten zu komponieren. Als Basis dafür wurde der alte Volksliedtext „Alles was in Lüften schwebet“ („Das Taubenlied“) ausgewählt, welcher in reizvoller Mehrdeutigkeit die Taube als Friedenssymbol wie auch als Nahrungsquelle behandelt. Dieser Text wurde von den Komponisten bearbeitet, erweitert und in fünf Strophen abgefasst, die als Text für die fünf Lieder dienen. Diese ergeben eine wirkungsvolle Gesamtdramaturgie, können jedoch auch einzeln aufgeführt werden.
Die Gattungen Kunstlied, Volkslied, Singer-Songwriting und Kinderlied werden in den Neukompositionen aus heutiger künstlerischer Perspektive betrachtet. Sie verweisen auf das Tutti-Finale, wo diese Stile verschmelzen, und wo daraus ein neuer und nicht zuordenbarer Ton, eine Verhandlung und Vermittlung der verschiedenen Traditionen entsteht – im übertragenen Sinne ein „Friedensschluss“, der auf mehrdeutige Weise ausklingt.